Kategorie: Presseecho

  • DJV-Chef Überall betont hohen Wert der Presse und Meinungsfreiheit

    Wochenblatt-Reporter (Pressemitteilung) 05.12.18

    Frank Hoppmann in Landau mit „Großem Thomas-Nast-Preis“ ausgezeichnet

    Der in Landau ansässige Thomas-Nast-Verein und die Stadt Landau haben die Karikaturisten Frank Hoppmann, Burkhard Fritsche und Phil Umdenstock mit dem Thomas-Nast-Preis 2018 ausgezeichnet. Mit der Verleihung des Preises an erfolgreiche, zeitgenössische Karikaturisten würdigten der Verein mit dem Vorsitzenden Hubert Lehmann und die Stadt mit Oberbürgermeister Thomas Hirsch den vor knapp 180 Jahren in Landau geborenen Thomas Nast, der als Kind mit seiner Familie in die USA auswanderte und dort zum „Vater der politischen Karikatur“ aufstieg. Die Festrede zur Preisverleihung in der Landauer Jugendstil-Festhalle hielt der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Prof. Frank Überall, zur Bedeutung der Karikatur in der modernen Medienwelt. Der DJV-Chef betonte in seiner Rede vor dem Landauer Publikum den hohen Wert der Presse- und Meinungsfreiheit. Gute Karikaturisten zeichneten sich durch ein profundes Wissen der politischen Zusammenhänge aus und kommentierten diese mit dem Zeichenstift, so Prof. Überall. Auch wenn diese Bewertung nicht bei jedem auf Zustimmung stoße und manchen ärgere, gelte es, das Recht auf freie Meinungsäußerung im Interesse der Demokratie zu bewahren. „Gute Karikaturisten regen durch Humor zum Denken an“, sagte der Festredner. „Und in Zeiten von Fake-News und «Lügenpresse»-Vorwürfen brauchen wir Menschen, die das Denken nicht als Anstrengung begreifen, sondern sich gerne anregen lassen. “Frank Hoppmann, der den „Großen Thomas-Nast-Preis“ mit nach Hause nehmen durfte, nahm die Auszeichnung in einer kurzen, launigen Dankesrede („Ich nehme die Wahl an!“) entgegen. Der Gewinn des Landauer Thomas-Nasts-Preises sei Ehre und Anerkennung zugleich für ihn, so Hoppmann. Der bekannte Karikaturist zeichnet unter anderem für die WELT AM SONNTAG, die Musikzeitschrift Rolling Stone und das Satiremagazin Eulenspiegel. Sein Markenzeichen sind Figuren mit riesigen, überproportionierten Köpfen. „Frank Hoppmanns Werk charakterisiert sich durch die Freiheit seiner Ideen und seinen besonderen Strich“, fasste Dr. Thérèse Willer, Kuratorin des Tomi-Ungerer-Museums in Strasbourg, in ihrer Laudatio zusammen. Der 1. Thomas-Nast-Preis ging an Burkhard Fritsche, der auf den Künstlernamen BURKH hört und zu dessen Markenzeichen Figuren mit langen Nasen gehören. „Es ist ein verbreiteter Irrtum, zu meinen, Humor und Witz seien ein und dasselbe. Das Besondere an Burkhard Fritsches Zeichnungen ist, dass sie beides sind, souverän humorvoll und zum Brüllen komisch“, so Karikaturist Gerhard Mester in seiner Laudatio. Fritsche zeichnet unter anderem für die Satirezeitschriften Titanic und Eulenspiegel, aber auch die WELT und die taz. Eine Besonderheit in diesem Jahr: Erstmals waren mit der Ausschreibung für den Thomas-Nast-Preis ausdrücklich auch Karikaturistinnen und Karikaturisten aus Frankreich angesprochen. Über den 2. Thomas-Nast-Preis 2018 darf sich der Elsässer Phil Umbdenstock freuen. Er zeichnet nicht nur für die Presse, wie für die elsässische Tageszeitung Dernières Nouvelles d’Alsace, sondern entwirft seit vielen Jahren auch Cover für eine progressive französische Rockband. „Phil Umbdenstocks Zeichenstrich ist mal zärtlich, mal gallig-bitter, und der Humor und der Schalk, die dabei aufblitzen, sind Mittel der Rebellion ebenso wie der Überlebenshilfe“, kommentierte Journalistin Dr. Dagmar Gilcher in ihrer Laudatio auf den Elsässer. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, betonte OB Hirsch die Bedeutung der Karikatur als Stilmittel inmitten unserer modernen Informationsflut. „Die Stadt Landau ist stolz, dass nicht nur das Bild vom modernen Weihnachtsmann, sondern auch die moderne politische Karikatur auf Thomas Nast und damit einen berühmten, vielleicht den berühmtesten Landauer zurückgeht.“ Nasts Karikaturen seien heute noch so aktuell wie vor mehr als 100 Jahren, sind sich der Stadtchef und Vereinsvorsitzender Lehmann einig. „Thomas Nast hätte seine wahre Freude am heutigen US-Präsidenten gehabt – und sicherlich wäre er auch stolz auf die heutige Preisverleihung in seiner Heimatstadt Landau an so bekannte und verdiente Karikaturisten in seiner Nachfolge gewesen“, so der OB. „Was wir als Preisrichterinnen und Preisrichter bei unseren Jurysitzungen für den Thomas-Nast-Preis 2018 gesehen haben, stellt uns sehr zufrieden“, stimmte Hubert Lehmann zu. „Die Szene lebt – auch viele Jahre nach dem Tod des Vaters der modernen politischen Karikatur.“ Der Thomas-Nast-Preis ist mit 5.000 Euro (Großer Thomas-Nast-Preis), 1.000 Euro (1. Preis) bzw. 500 Euro (2. Preis) dotiert. Der diesjährigen Jury gehörten neben Hubert Lehmann, Dr. Dagmar Gilcher, Dr. Thérèse Willer und Gerhard Mester noch Edelgard Schneider-Jahn, Dr. Michael Martin und Dr. Christof Wolff an. Die Jurorinnen und Juroren hatten insgesamt 125 Karikaturen zu bewerten. Eine Auswahl der besten Zeichnungen, die für den Thomas-Nast-Preis 2018 eingereicht wurden, werden in einem Katalog präsentiert, der bei der Preisverleihung erstmals erhältlich war.Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.thomas-nast-verein-landau.de. stp 

  • Landau: Karikaturist Frank Hoppmann mit „Großem Thomas-Nast-Preis“ ausgezeichnet

    pfalz-express 05.12.18

    Landau – Der in Landau ansässige Thomas-Nast-Verein und die Stadt Landau haben die Karikaturisten Frank Hoppmann, Burkhard Fritsche und Phil Umdenstock mit dem Thomas-Nast-Preis 2018 ausgezeichnet. Mit der Verleihung des Preises an erfolgreiche, zeitgenössische Karikaturisten würdigten der Verein mit dem Vorsitzenden Hubert Lehmann und die Stadt mit Oberbürgermeister Thomas Hirsch den vor knapp 180 Jahren in Landau geborenen Thomas Nast, der als Kind mit seiner Familie in die USA auswanderte und dort zum „Vater der politischen Karikatur“ aufstieg. Die Festrede zur Preisverleihung in der Landauer Jugendstil-Festhalle hielt der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Prof. Frank Überall, zur Bedeutung der Karikatur in der modernen Medienwelt. Der DJV-Chef betonte in seiner Rede vor dem Landauer Publikum den hohen Wert der Presse- und Meinungsfreiheit. Gute Karikaturisten zeichneten sich durch ein profundes Wissen der politischen Zusammenhänge aus und kommentierten diese mit dem Zeichenstift, so Überall.V.li.: Der Vorsitzende des Thomas-Nast-Vereins, Hubert Lehmann, die Karikaturisten Phil Umbdenstock, Frank Hoppmann und Burkhard Fritsche sowie DJV-Chef Frank Überall und Oberbürgermeister Thomas Hirsch. Mit Humor zum Denken anregen. Auch wenn diese Bewertung nicht bei jedem auf Zustimmung stoße und manchen ärgere, gelte es, das Recht auf freie Meinungsäußerung im Interesse der Demokratie zu bewahren. „Gute Karikaturisten regen durch Humor zum Denken an“, sagte der Festredner. „Und in Zeiten von Fake-News und Lügenpresse-Vorwürfen brauchen wir Menschen, die das Denken nicht als Anstrengung begreifen, sondern sich gerne anregen lassen. “Große Köpfe…Frank Hoppmann, der den „Großen Thomas-Nast-Preis“ mit nach Hause nehmen durfte, nahm die Auszeichnung in einer kurzen Dankesrede entgegen. Der Gewinn des Landauer Thomas-Nasts-Preises sei Ehre und Anerkennung zugleich für ihn, so Hoppmann. Der bekannte Karikaturist zeichnet unter anderem für die „Welt am Sonntag“, die Musikzeitschrift „Rolling Stone“ und das Satiremagazin „Eulenspiegel“. Sein Markenzeichen sind Figuren mit riesigen, überproportionierten Köpfen. „Frank Hoppmanns Werk charakterisiert sich durch die Freiheit seiner Ideen und seinen besonderen Strich“, fasste Dr. Thérèse Willer, Kuratorin des Tomi-Ungerer-Museums in Strasbourg, in ihrer Laudatio zusammen.… lange Nasen. Der 1. Thomas-Nast-Preis ging an Burkhard Fritsche, der auf den Künstlernamen BURKH hört und zu dessen Markenzeichen Figuren mit langen Nasen gehören. „Es ist ein verbreiteter Irrtum, zu meinen, Humor und Witz seien ein und dasselbe.Das Besondere an Burkhard Fritsches Zeichnungen ist, dass sie beides sind, souverän humorvoll und zum Brüllen komisch“, so Karikaturist Gerhard Mester in seiner Laudatio. Fritsche zeichnet unter anderem für die Satirezeitschriften „Titanic“ und „Eulenspiegel“, aber auch die „Welt“ und die „taz“.…und „gallig-bitter“. Eine Besonderheit in diesem Jahr: Erstmals waren mit der Ausschreibung für den Thomas-Nast-Preis ausdrücklich auch Karikaturisten aus Frankreich angesprochen. Über den 2. Thomas-Nast-Preis 2018 darf sich also der Elsässer Phil Umbdenstock freuen. Er zeichnet nicht nur für die Presse, wie für die elsässische Tageszeitung „Dernières Nouvelles d’Alsace“, sondern entwirft seit vielen Jahren auch Cover für eine progressive französische Rockband. „Phil Umbdenstocks Zeichenstrich ist mal zärtlich, mal gallig-bitter, und der Humor und der Schalk, die dabei aufblitzen, sind Mittel der Rebellion ebenso wie der Überlebenshilfe“, kommentierte Journalistin Dr. Dagmar Gilcher in ihrer Laudatio auf den Elsässer. Nast hätte seine Freude an Trump gehabt„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, betonte OB Hirsch die Bedeutung der Karikatur als Stilmittel inmitten der modernen Informationsflut. „Die Stadt Landau ist stolz, dass nicht nur das Bild vom modernen Weihnachtsmann, sondern auch die moderne politische Karikatur auf Thomas Nast und damit einen berühmten, vielleicht den berühmtesten Landauer zurückgeht.“Nasts Karikaturen seien heute noch so aktuell wie vor mehr als 100 Jahren, sind sich der Stadtchef und Vereinsvorsitzender Lehmann einig. „Thomas Nast hätte seine wahre Freude am heutigen US-Präsidenten gehabt – und sicherlich wäre er auch stolz auf die heutige Preisverleihung in seiner Heimatstadt Landau an so bekannte und verdiente Karikaturisten in seiner Nachfolge gewesen“, so der OB. Der Thomas-Nast-Preis ist mit 5.000 Euro (Großer Thomas-Nast-Preis), 1.000 Euro (1. Preis) bzw. 500 Euro (2. Preis) dotiert. Der diesjährigen Jury gehörten neben Hubert Lehmann, Dr. Dagmar Gilcher, Dr. Thérèse Willer und Gerhard Mester noch Edelgard Schneider-Jahn, Dr. Michael Martin und Dr. Christof Wolff an. Die Jurorinnen und Juroren hatten insgesamt 125 Karikaturen zu bewerten. Eine Auswahl der besten Zeichnungen, die für den Thomas-Nast-Preis 2018 eingereicht wurden, werden in einem Katalog präsentiert, der bei der Preisverleihung erstmals erhältlich war. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.thomas-nast-verein-landau.de.   

  • Bekannter Karikaturist Frank Hoppmann in Landau mit „Großem Thomas-Nast-Preis“ ausgezeichnet

    Metropolnews.infos 05.12.18

    Der bekannte Karikaturist Frank Hoppmann wurde in diesem Jahr mit dem „Großen Thomas-Nast-Preis“ ausgezeichnet.Der in Landau ansässige Thomas-Nast-Verein und die Stadt Landau haben die Karikaturisten Frank Hoppmann, Burkhard Fritsche und Phil Umdenstock mit dem Thomas-Nast-Preis 2018 ausgezeichnet. Mit der Verleihung des Preises an erfolgreiche, zeitgenössische Karikaturisten würdigten der Verein mit dem Vorsitzenden Hubert Lehmann und die Stadt mit Oberbürgermeister Thomas Hirsch den vor knapp 180 Jahren in Landau geborenen Thomas Nast, der als Kind mit seiner Familie in die USA auswanderte und dort zum „Vater der politischen Karikatur“ aufstieg. Die Festrede zur Preisverleihung in der Landauer Jugendstil-Festhalle hielt der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Prof. Frank Überall, zur Bedeutung der Karikatur in der modernen Medienwelt.Der DJV-Chef betonte in seiner Rede vor dem Landauer Publikum den hohen Wert der Presse- und Meinungsfreiheit. Gute Karikaturisten zeichneten sich durch ein profundes Wissen der politischen Zusammenhänge aus und kommentierten diese mit dem Zeichenstift, so Prof. Überall. Auch wenn diese Bewertung nicht bei jedem auf Zustimmung stoße und manchen ärgere, gelte es, das Recht auf freie Meinungsäußerung im Interesse der Demokratie zu bewahren. „Gute Karikaturisten regen durch Humor zum Denken an“, sagte der Festredner. „Und in Zeiten von Fake-News und «Lügenpresse»-Vorwürfen brauchen wir Menschen, die das Denken nicht als Anstrengung begreifen, sondern sich gerne anregen lassen.“Frank Hoppmann, der den „Großen Thomas-Nast-Preis“ mit nach Hause nehmen durfte, nahm die Auszeichnung in einer kurzen, launigen Dankesrede („Ich nehme die Wahl an!“) entgegen. Der Gewinn des Landauer Thomas-Nasts-Preises sei Ehre und Anerkennung zugleich für ihn, so Hoppmann. Der bekannte Karikaturist zeichnet unter anderem für die WELT AM SONNTAG, die Musikzeitschrift Rolling Stone und das Satiremagazin Eulenspiegel. Sein Markenzeichen sind Figuren mit riesigen, überproportionierten Köpfen. „Frank Hoppmanns Werk charakterisiert sich durch die Freiheit seiner Ideen und seinen besonderen Strich“, fasste Dr. Thérèse Willer, Kuratorin des Tomi-Ungerer-Museums in Strasbourg, in ihrer Laudatio zusammen.Der 1. Thomas-Nast-Preis ging an Burkhard Fritsche, der auf den Künstlernamen BURKH hört und zu dessen Markenzeichen Figuren mit langen Nasen gehören. „Es ist ein verbreiteter Irrtum, zu meinen, Humor und Witz seien ein und dasselbe. Das Besondere an Burkhard Fritsches Zeichnungen ist, dass sie beides sind, souverän humorvoll und zum Brüllen komisch“, so Karikaturist Gerhard Mester in seiner Laudatio. Fritsche zeichnet unter anderem für die Satirezeitschriften Titanic und Eulenspiegel, aber auch die WELT und die taz.Eine Besonderheit in diesem Jahr: Erstmals waren mit der Ausschreibung für den Thomas-Nast-Preis ausdrücklich auch Karikaturistinnen und Karikaturisten aus Frankreich angesprochen. Über den 2. Thomas-Nast-Preis 2018 darf sich der Elsässer Phil Umbdenstock freuen. Er zeichnet nicht nur für die Presse, wie für die elsässische Tageszeitung Dernières Nouvelles d’Alsace, sondern entwirft seit vielen Jahren auch Cover für eine progressive französische Rockband. „Phil Umbdenstocks Zeichenstrich ist mal zärtlich, mal gallig-bitter, und der Humor und der Schalk, die dabei aufblitzen, sind Mittel der Rebellion ebenso wie der Überlebenshilfe“, kommentierte Journalistin Dr. Dagmar Gilcher in ihrer Laudatio auf den Elsässer.„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, betonte OB Hirsch die Bedeutung der Karikatur als Stilmittel inmitten unserer modernen Informationsflut. „Die Stadt Landau ist stolz, dass nicht nur das Bild vom modernen Weihnachtsmann, sondern auch die moderne politische Karikatur auf Thomas Nast und damit einen berühmten, vielleicht den berühmtesten Landauer zurückgeht.“ Nasts Karikaturen seien heute noch so aktuell wie vor mehr als 100 Jahren, sind sich der Stadtchef und Vereinsvorsitzender Lehmann einig. „Thomas Nast hätte seine wahre Freude am heutigen US-Präsidenten gehabt – und sicherlich wäre er auch stolz auf die heutige Preisverleihung in seiner Heimatstadt Landau an so bekannte und verdiente Karikaturisten in seiner Nachfolge gewesen“, so der OB. „Was wir als Preisrichterinnen und Preisrichter bei unseren Jurysitzungen für den Thomas-Nast-Preis 2018 gesehen haben, stellt uns sehr zufrieden“, stimmte Hubert Lehmann zu. „Die Szene lebt – auch viele Jahre nach dem Tod des Vaters der modernen politischen Karikatur.“Der Thomas-Nast-Preis ist mit 5.000 Euro (Großer Thomas-Nast-Preis), 1.000 Euro (1. Preis) bzw. 500 Euro (2. Preis) dotiert. Der diesjährigen Jury gehörten neben Hubert Lehmann, Dr. Dagmar Gilcher, Dr. Thérèse Willer und Gerhard Mester noch Edelgard Schneider-Jahn, Dr. Michael Martin und Dr. Christof Wolff an. Die Jurorinnen und Juroren hatten insgesamt 125 Karikaturen zu bewerten.Eine Auswahl der besten Zeichnungen, die für den Thomas-Nast-Preis 2018 eingereicht wurden, werden in einem Katalog präsentiert, der bei der Preisverleihung erstmals erhältlich war. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.thomas-nast-verein-landau.de. 

  • Frank Hoppmann gewinnt renommierten Preis

    30. Dezember 2017 – Die Glocke

    Frank Hoppmann gewinnt renommierten Preis Münster (kut). Unter dem Motto „Menschen sind auch keine Lösung“ haben in diesem Jahr 211 Zeichner 1037 Karikaturen für den Karikaturenpreis eingereicht. Klaus Hoppmann siegte in der Kategorie „beste Einzelkarikatur“. Begründung der Jury: Frank Hoppmanns Werke sind lustig und teilweise verstörend, aber in jedem Fall treffend und meist wenig schmeichelhaft. Er schält mit seinem pointierten Strich und drastisch überzeichneten Portraits die Typen hinter den Dargestellten heraus und präsentiert so seine gnadenlose Wahrheit. Besonders erbarmungslos und daher in Bezug auf das Wettbewerbsmotto fabelhaft treffend, tue er dies in seinem Porträt des türkischen Staatspräsidenten Erdogan.  „Eine Karikatur muss wehtun“ 

    Von unserer Mitglied ANDREA KUTZENDÖRFER  – Samstag, 30. Dezember 2017 – Münster (gl). „Die Karikatur einer Karikatur zeichnen – geht das überhaupt?“, hat sich Frank Hoppmann gefragt. Und wie das geht: Die Augen zu Schlitzen verengt, der über den Hemdkragen wallende Hals eines Menschen, der eben jenen nicht vollkriegt – das „Tier“ hat Frank Hoppmann aus US-Präsident Donald Trump „herausgearbeitet“. Für den Karikaturenpreis 2017 hat er dem türkischen Präsidenten Erdogan scharf ins Auge gesehen.  Er habe an der Fachhochschule Münster Design studiert und sei irgendwie in der Stadt hängen- geblieben, erzählt Frank Hoppmann. Er sitzt auf der bequemen alten Couch in seinem Atelier Am Hawerkamp in Münster, über ihm eine Karikatur von Willy Brandt. „Ich bin froh, wenn das Jahr vor- bei ist“, sagt er. „Vier Einzel- und fünf Gruppenausstellungen und dann der Karikaturenpreis. Das macht ein bisschen Angst. Irgendwann ist mal gut.“  „Ich wollte Trump eigentlich nicht zeichnen“, erzählt der 43-Jährige über die Karikatur, die selbst in der „Los Angeles Times“ veröffentlicht wurde. Er fand Trump leibhaftig satirischer als eine Karikatur es je sein könnte. In der Wahlnacht aber, als Trump gewann und er wegen einer Erkältung sowieso mies drauf war, habe es „Klick“ gemacht. Da habe er zu zeichnen begonnen.  Hoppmann arbeitet wie ein Bildhauer. Das Karikieren sei bei ihm ein Prozess, sagt er. Erst informiert er sich ausführlich über den „Auserwählten“, auch mithilfe von Fotos, und fertigt dann so viele Skizzen an, bis er weiß: „Ich hab ihn geknackt.“ Man sei dem Menschen sehr nahe, wenn man ihn zeichnet, sagt der Künstler nachdenklich. Gefalle dem Porträtierten sein Bild, habe er etwas falsch gemacht. „Eine Karikatur muss wehtun.“  Und das tut sie: Der türkische Präsident mit beleidigt vorgescho- bener Riesen-Unterlippe und einem Fes, der traditionelle orientalischen Kopfbedeckung, als rotem Eimer – das hat offensichtlich wehgetan, denn dafür gab es außer dem Preis auch Beschimpfungen und die Frage, ob man unbedingt noch Öl ins Feuer gießen müsse. „Dann grübelt man schon“, gibt der Künstler zu. „Aber wenn man weiß, wofür man es macht, weiß man, es ist der richtige Weg. Und Erdogan hat es verdient.“  Reaktionen bekam er in seiner Karriere immer wieder: von Rainer Brüderle etwa, der seine Karikatur „akzeptiert“ habe, wie der FDP-Mann ihn wissen ließ. Gehört hat er, dass Politikerin Claudia Roth (Die Grünen) von ihre Karikatur nicht begeistert war. Manche Politiker mag er auch nicht. Wie Horst Seehofer (CSU). „Mit dem würde ich nie ein Bier trinken gehen wollen. Aber unter satirischen Aspekten betrachtet, geht es.“ Speerspitze der Meinungsfreiheit  Münster (kut). „Es gibt viel belanglose Kunst, die nichts bewirkt“, sagt Frank Hoppmann. „Ich sitze im Boot der kritischen Fraktion. Das bewegt was“, er- zählt der Zeichner. Er kritisiert, dass gerade in Deutschland Satire und sogenannte Hochkunst für viele nicht zusammenpasst. „Das wollen viele nicht“, hat er erfahren. Dabei sei die Karikatur „die Speerspitze der Meinungsfreiheit“. Sie habe mehr verdient. In Frankreich und Österreich würde sie mehr gewürdigt.  Hoppmann ist in Emsbüren (Emsland) geboren. Er arbeitet als freier Zeichner für Zeitungen und Magazine wie auch für das Satireblatt „Eulenspiegel“. Seine nächste Ausstellung ist vom 7. Januar bis 25. Februar 2018 im Alten Rathaus Göttingen. 

  • Da wuchert die blanke Urgewalt

    13.11.2017 – Sächsische Zeitung

    Den Sieg beim 18. Deutschen Karikaturenpreis in Dresden holt sich Frank Hoppmann mit seinem Erdogan-Porträt.Von Dr. Johannes Bücklich-BömmlerIhr Staunen ist gerechtfertigt! Welchen Zauber, welche Magie strahlt dieses Bild aus! Es zerrt einen förmlich in seinen Bann! Endlich wieder ein Porträt, das die Moderne so schmählich vergaß. Statt Abstraktion: Wiedererkennbarkeit – und doch bleibt Geheimnis und Tiefe!Ganz in der Tradition altmeisterlicher Ölmalerei nimmt der zeitgenössische Künstler in seinem Werk „Recep Tayyip Erdogan“ die reichhaltige Symbolik alter Religionen und Kulturen gewitzt wieder auf. Die an orientalischen Männerhüten namens Fes angelehnte Kopfbedeckung mag in diesem Fall unkonventionell daherkommen, aus Plastik, mit einem Metallbügel. Doch wie heutig ist das Material! Das ist die fantastische neue Stofflichkeit!Sie steht auch für den technischen Fortschrittswillen des Porträtierten – beispielsweise: elektrischer Stuhl statt Galgen! Und der Metallbügel zeigt an: Das Visier ist weit aufgeschlagen. Ein Herrscher, der seinen ärgsten Gegnern offen in die Augen schaut – wenn sie erst mal hinter Schloss und Riegel sitzen.Unglaublich, wie der Künstler die Symbolkraft der Farben einsetzt, ohne das Gegenüber, den Porträtierten, bloßzustellen, zu verletzen oder gar ehrabschneidend zu werden! Beachten Sie das Rot, nicht nur bei der Kopfbedeckung! Hier dringt mit der Signalfarbe das Gleichnis ans Tageslicht: für Feuer, Blut, für abgrundtiefe Rache, größenwahnsinnige Aggressivität, Wut und Brutalität! Wie geschickt es dem Maler in seinem Werk gelingt, diese wenig vorteilhaften Wesenszüge auf so unterschwellige Weise zu verwirklichen – Chapeau!Rufen wir uns ins Gedächtnis, wofür die Farbwahl der Krawatte stehen könnte. Blau und Grau als diagonales Muster! Dies scheinen gesellschaftliche Tarnfarben zu sein, die das wahre Innere und Tugenden wie Sachlichkeit, Ruhe und Treue anzeigen. Auch hier wieder: der Künstler vermeidet das direkt Verzerrende oder Herabsetzende. Er deutet an, was sein könnte. Jeder bekommt das Gefühl, einem freundlichen und neutralen Medium gegenüberzustehen. Wir müssen es nur mit unserem eigenen Wesen ausfüllen wie kühler Wein einen leeren Krug!Links zum ThemaNiedersachse gewinnt Deutschen KarikaturenpreisDer Potentat auf unserem Bild ist der Regent eines großen Volkes. Unser Künstler legt ihn auf einer Art Reißbretthintergrund an. Die Vermessung der Welt, verkörpert in dieser Figur … als eine Art vitruvianischer Mensch … da Vincis berühmte Zeichnung. Ideale Proportionen – oder was will uns der Künstler sagen durch die Blume des Korans? Eine Antwort liegt vielleicht in den Händen: Die Finger sind ineinander verfächert, symbolisch für Einheit, Stabilität, Durchsetzungskraft – oder aber auch eine bequeme Haltung, um zum Beispiel Däumchen zu drehen!Dann sein Blick: in eine imaginäre Ferne gerichtet, eher nach Osten als nach Westen, eher gen Himmel als gen Erde. Wähnt er sich schon woanders. Spricht aus diesen Augen die Sehnsucht nach einem Ort jenseits irdischer Verhöre? Wie lange lässt er die Jungfrauen im Paradies noch warten? Irritierend, was unter der sprichwörtlichen weißen Weste gedeiht! Am linken Hemdsärmel bricht sich ein Büschel Bahn. Ist es eigenes Haar? Oder tierisches? Echtes oder handelt es sich um sogenannte Brusthaar-Extensions, die außer Kontrolle geraten sind. Das Gesicht bis auf den Schnurrbart glatt rasiert – aber hinter der gutbürgerlichen Fassade wuchert die blanke Urgewalt. Wieder gelingt es dem Künstler, die großen Gegenkräfte, die in jeder Herrscherbrust wirken, liebevoll anzudeuten – Lethargie hier, cholerische Wut dort!Am linken Revers trägt der demokratische Despot ein Abzeichen, platziert wie ein Orden. Wir erkennen das Wappen, die Flagge seines Landes mit dem Mondstern!In der Rolle des Kunstprofessors Johannes Bücklich-Bömmler würdigte Tom Pauls mit dieser Rede die Siegerarbeit bei der Gala zum Karikaturenpreis.   

  • Deutscher Karikaturenpreis für Erdogan-Zeichnung

    13.11.2017 – Monopol Magazin

    Mit einer Zeichnung, die den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigt, hat Frank Hoppmann den Deutschen Karikaturenpreis gewonnenDem Zeichner und Illustrator aus Münster wurde am Sonntag in Dresden der „Geflügelte Bleistift in Gold“ überreicht. Die Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert.Hoppmanns preisgekrönte Karikatur zeigt den türkischen Präsidenten in einer beleidigten Pose. Der Politiker trägt einen roten Eimer auf dem Kopf, der wie ein orientalischer Fes wirkt. Der 1975 geborene Hoppmann arbeitet unter anderem für das Kulturmagazin „Rolling Stone“, die Satirezeitschrift „Eulenspiegel“ und Zeitungen.Hoppmanns Werke seien lustig und teilweise verstörend, aber in jedem Fall treffend und meist wenig schmeichelhaft, hieß es in der Begründung der zehnköpfigen Jury. Mit überzeichneten Porträts präsentiere er seine gnadenlose Wahrheit. „Besonders erbarmungslos und daher in Bezug auf das Wettbewerbsmotto fabelhaft treffend, tut er dies in seinem Porträt des türkischen Staatspräsidenten Erdogan“, teilte die Jury mit. Der Preis wurde zum 18. Mal vergeben.Unter dem Motto „Menschen sind auch keine Lösung!“ hatten 211 Karikaturisten als Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als 1000 Werke eingereicht. Insgesamt wurden vor mehr als 700 Gästen im Schauspielhaus vier Preisträger geehrt.Die Auszeichnung als „Newcomer“ ging an den Hamburger Kai Flemming. Stroisel – alias Dagmar Gosejacob – aus Düsseldorf wurde in der Kategorie „Besondere Leistung“ gewürdigt und Gymmick – alias Tobias Hacker – aus Nürnberg bekam die Auszeichnung für die „Gesamtleistung“. Ein ebenfalls ausgelobter Publikumspreis wird erst im kommenden Jahr vergeben.   

  • Der Despot in uns

    12.11.17 – Deutschlandfunk.de

    Die Sieger der gezeichneten Satire sind gekürt: Frank Hoppmann erhält den Geflügelten Bleistift in Gold für sein Erdogan-Porträt. Silber geht an Dagmar Gosejacob alias Stroisel für ihre besondere Leistung und an Multitalent Tobias Hacker alias Gymmick für die Gesamtperformance. Bester Newcomer ist Kai Flemming. Hier sind ihre Karikaturen.Von Adalbert Siniawski„Menschen sind auch keine Lösung“, lautete das Motto des Deutschen Karikaturenpreises 2017. Prämiert wurde die Interpretation des Themas, die Originalität der Idee und die zeichnerische Souveränität. Das sind die Sieger dieses Jahres:Geflügelter Bleistift in Gold – Frank Hoppmann mit „Recep Tayyip Erdogan“Der beste Einzelbeitrag des Wettbewerbs – verliehen für das Werk, das nach Ansicht der Jury sowohl das Wettbewerbsmotto besonders originell und eigenständig interpretiert als auch künstlerisch-stilistisch herausragt.JURYBEGRÜNDUNG: „Frank Hoppmanns Werke sind lustig und teilweise verstörend, aber in jedem Fall treffend und meist wenig schmeichelhaft. Er schält mit seinem pointierten Strich und drastisch überzeichneten Portraits die Typen hinter den Dargestellten heraus und präsentiert so seine gnadenlose Wahrheit. Besonders erbarmungslos und daher in Bezug auf das Wettbewerbsmotto fabelhaft treffend, tut er dies in seinem Porträt des türkischen Staatspräsidenten Erdogan.“ 

  • Niedersachse gewinnt Deutschen Karikaturenpreis

    Freitag, 10.11.2017 – Sächsische Zeitung

    Am Sonntag sind im Dresdner Schauspielhaus die Sieger des Deutschen Karikaturenpreises geehrt worden. Die Ausstellung mit den besten Werken ist ab Montag im Haus der Presse zu sehen.Von Nadine FrankeDresden. Frank Hoppmann heißt der Sieger des diesjährigen Deutschen Karikaturenpreises. Der Niedersachse nahm am Sonntagvormittag im ausverkauften Dresdner Schauspielhaus sichtlich überrascht den Goldenen Bleistift entgegen. Er freue sich sehr über den Preis, weil er damit satirische Zeichnungen wertgeschätzt sehe. „Das ist großartig, denn Karikaturen lassen nicht nur schmunzeln, sondern sie sind ernst und wichtig“, sagte er. Aus Sicht der Jury ist sein Meinungsbild die beste Antwort auf das Wettbewerbsmotto „Menschen sind auch keine Lösung“.Zum 18. Mal fand die gemeinsam von Sächsischer Zeitung und Weser-Kurier veranstaltete Preisverleihung statt. Ab Montag sind die Arbeiten von 111 Karikaturisten zum einen im Dresdner Haus der Presse sowie in der Galerie Komische Meister in der Passage an der Frauenkirche zu sehen.Für die Gesamtperformance wurde GYMMICK gewürdigt, STROISEL für die besondere Leistung. Den Sonderpreis „Newcomer“ erhielt FLEMMING, der erst vor wenigen Jahren die Karikatur als seinen Lebenszweck wiederentdeckt hatte.Die Preise sind mit 5 000 Euro, zwei Mal 2 000 Euro und 500 Euro dotiert. Der Publikumspreis, der im kommenden Jahr verliehen wird, ist ebenfalls mit 500 Euro dotiert. Unter dem Motto „Menschen sind auch keine Lösung!“ waren Karikaturisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgerufen, ihren kreativen, humorvollen Blick auf die Dinge einzureichen. Erstmals vergab die Jury die begehrten Preistrophäen, die „Geflügelten Bleistifte“, in den Kategorien Gesamtsieger, Gesamtperformance, Sonderpreis der Jury und Newcomer.Über 70 Karikaturisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren der Einladung zur Preisverleihung nach Dresden gefolgt und feierten die Premiere der neuen Preiskategorien. Ausstellung zum 18. Deutschen Karikaturenpreis: 13. November bis 4. Februar 2018 im Haus der Presse, Ostra-Allee 20, Dresden. Täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr (Schließtage: 21. bis 24. und 31. Dezember 2017). Eintrittspreise: 4/2 Euro.Der Katalog zum Wettbewerb ist in den Ausstellungen oder ab dem 13. November bei der Edition der Sächsischen Zeitung, im Weser-Kurier Shop und im Buchhandel erhältlich. 

  • Kulturdrastische Politiker-Porträts – Solch dämonische Karikaturen haben Sie noch nie gesehen

    12.08.2017 – Welt am Sonntag

    Der Karikaturist Frank Hoppmann zeichnet Politiker so, wie sie sich garantiert nicht sehen wollen. Kim Jong-un wird zu Jabba the Hutt, Putin zum fiesen Schelm – und Erdogan sitzt ganz „unislamisch“ da.Den Anblick von Kim Jong-un hätten wir Ihnen an dieser Stelle gern erspart. Schlimm genug, dass diese Visage zurzeit die Nachrichten beherrscht. Aber selten war eine Karikatur so nah an der Wirklichkeit.Warum wir dann auch noch Recep Tayyip Erdogan, Wladimir Wladimirowitsch Putin und Donald John Trump hier zeigen müssen, fragen Sie? Weil wir die Hoffnung haben, dass bei diesen drei Herren – realiter – zumindest noch etwas zu retten ist. Und weil deren von Frank Hoppmann karikierte Konterfeis verdeutlichen, warum das Genre der Karikatur so wichtig ist, gerade in politischen Lagen, die von Typen wie Kim, Trump, Putin und Erdogan dominiert werden. Denn Hoppmann schält mit seinen drastisch überzeichneten Porträts die Typen hinter den Politikern, aber auch hinter den Personen der Kulturgeschichte, die von ihm karikiert werden, heraus. Als Dämonologie der Charaktere kann man seine Bilder lesen, denen das Caricatura-Museum in Frankfurt am Main derzeit (noch bis zum 3. Dezember) eine Ausstellung widmet.Denn der Dämon ist immer auch Ausdruck menschlicher Schwächen. So hat der Trierer Weihbischof und unrühmliche Hexereitheoretiker, Peter Binsfeld, schon im 16. Jahrhundert die Teufel der Bibel mit den sieben Todsünden gleichgesetzt. Luzifer sei demnach für den Hochmut verantwortlich, Satan für den Zorn und Beelzebub für die Maßlosigkeit, um nur mal die bekannteren unter den mythologischen Bösewichten zu nennen. Parallelen, die sich auch in Hoppmanns Arbeiten finden.Gernegroß: Das Bild von Donald Trump, den Hoppmann auch schon für die WELT AM SONNTAG gezeichnet hat, trieft vor EitelkeitEitles Großmannsgehabe erkennen wir als Wesensmerkmal im Porträt des amerikanischen Präsidenten, trotz schwammigen Halses und außer Kontrolle geratene Haarspraytolle: Bei Trump karikiert sich die Realität ja selbst zur Genüge. Subtiler ist der Fall von Sultan Erdogan, der sich ein rotes Eimerchen aufgesetzt hat, wie sein Vorgänger, der Osmanenherrscher Mahmud II. bei seiner Kleiderreform im frühen 19. Jahrhundert, den Fez. Er scheint gerade eine besonders große Wut herunterzuschlucken. Sie dürfte noch größer werden, wenn er feststellt, dass er so „unislamisch sitzt“ wie der französische Botschafter in der Türkei, den er für seine übereinander geschlagenen Beine gerügt hatte.Und Putin scheint gleich zu platzen, vor maßlos unbändigem Stolz auf sich selbst. Gierig schielen seine Äuglein – vielleicht aufs Baltikum? Konkrete Geschichten erzählt Hoppmann in diesen Bildern nicht. Seine Karikaturen sind Charakterstudien, mit einer Präsenz, die an altmeisterliche Porträts erinnern. Nur respektloser. Die deutsche Politiker- und Prominentenherrlichkeit kommt gleichfalls nicht ungeschoren davon, auch wenn deren dämonische Qualitäten nicht so ausgeprägt sein mögen. Angela Merkel schaut so siegessicher wie vom aktuellen Wahlplakat, nur dort hat sie die Gnade von Photoshop erfahren und nicht den Spott des Karikaturisten. Frank Hoppmann zeichnet Martin Schulz als überaus behaarten Nacktmull. Wolfgang Schäuble hat etwas von einem traurigen Ferengi.Und Frank-Walter Steinmeier hat sich während der noch kurzen Präsidentschaft bereits in Jabba the Hutt verwandelt. Nur der Musiker Blixa Bargeld sieht eigentlich aus wie in echt. 

  • Frank Hoppmann im Caricatura – „Lustig und verstörend zugleich“

    04.08.2017 – Journal Frankfurt

    In seinen Porträts macht Karikaturist Frank Hoppmann das Tierische im Menschen sichtbar. Das Caricatura Museum zeigt in der Ausstellung „Animalism“ den satirischen Blick Hoppmanns auf Merkel, Trump und Co.Seine Werke fallen auf. Überdimensional große Köpfe, ausgeprägte Kinnpartien, Falten und andere Details. Dass einige Porträts geradezu tierische Züge bekommen, sei gar nicht beabsichtigt, erzählt Frank Hoppmann, dem das Caricatura Museum eine eigene Ausstellung widmet. Bis zum 3. Dezember sind seine Werke in Frankfurt zu sehen. „Lustig, aber auch verstörend“ seien die Werke, sagt Museumsleiter Achim Frenz. Besonders häufig zeichnet Hoppmann Porträts von Politikern. Frenz bezeichnet ihn gar als „einen der wichtigsten Porträtmaler Deutschlands, wenn nicht sogar Europas“. Eine Karikatur von US-Präsident Donald Trump (in der Bildergalerie unten) schaffte es im Dezember 2016 in die Los Angeles Times. Mit zusammengekniffenen Augen, fliegenden Haaren und fast schon flunderartigen Gesichtszügen schaute Trump von der Titelseite. „Ich hatte das Porträt auch zahlreichen deutschen Zeitungen angeboten, aber die wollten alle nicht“, erzählt Hoppmann. Das amerikanische Blatt griff schließlich zu. „Es war großartig, in brisanten Zeiten eine Veröffentlichung in Amerika zu haben“, sagt er. Dass die Kollegen in Übersee „Frank Hoffmann“ als Urheber des Bildes angaben, trübte seine Freude nur bedingt. Besagte Zeichnung des US-Präsidenten ist auch im Caricatura Museum ausgestellt, sie hängt im Erdgeschoss in einer Reihe mit Porträts von Erdogan, Putin und Kim Jong-Un. Doch Hoppmann bringt nicht nur Politiker auf die Leinwand. Auch Personen der Gesellschaft wie Helene Fischer, Andy Warhol, Udo Lindenberg und Otto sind im Caricatura so zu sehen, wie Hoppmann sie sieht. Das Charakteristische der Bilder entwickle sich erst während des Zeichnens, erzählt er. Bei Warhol sind es die wilden Haare, bei Didi Hallervorden das auffällige Lachen, die schließlich hervorstechen.Er habe einen Hang zum Satirischen, sagt der Künstler. Die ersten Reaktionen auf seine Zeichnungen bekam Hoppmann schon in der Schule, als er begann seine Lehrer zu karikieren. Seine Mitschüler waren begeistert. „Es war eine Möglichkeit, sich gegen ungerechte Lehrer zu wehren“, erzählt Hoppmann. Später studierte er Grafikdesign mit Schwerpunkt auf Illustrationen, arbeitete als Gerichtszeichner und veröffentlichte unter anderem im Satiremagazin Eulenspiegel, der taz und der Welt. Auch Werke seiner Abschlussarbeit, die Gesichter nach Alkoholkonsum zeigen, sind im Caricatura zu sehen.Viele seiner Werke sind collagenartig. Wenn der Platz nicht ausreicht, klebt Hoppmann kurzerhand ein weiteres Blatt Papier an und erweitert seine Leinwand so während er zeichnet. Hoppmann, der seine Ideen häufig beim entspannten Fernsehgucken bekommt, malt mit Aquarell und Tusche, Acryl und Kohle. Auch mit Bleistift und Fineliner gelingen ihm schlichte, aber präzise und eindrucksvolle Porträts, etwa von Elvis, Johnny Cash und Immanuel Kant.Neben 183 Originalzeichnungen zeigt das Caricatura auch Drucke, Skizzenbücher, Hefte, Zeitungen und digitale Präsentation im Museum am Weckmarkt. Abseits der Porträts bilden Darstellungen von Schweinen und Fliegen einen zweiten Schwerpunkt. Viele der Tierdarstellungen haben menschliche Züge. Die Schweine auf seinen Bildern tragen Pumps oder Anzug, halten eine Zigarre in der Hand. „Animalism“ in beiden Richtungen. >> Frank Hoppmann – Animalism, 3. August – 3. Dezember, Caricatura Museum, Weckmarkt 17, Di-So 11-18 Uhr, Mi 11-21 Uhr, 6 Euro (ermäßigt 3 Euro)4. August 2017Nicole Nadine Seliger   

Frank Hoppmann
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.